
| Rethreading Weaves - Vernissage | |
|---|---|
| Zeit |
Freitag 31. Januar 2025
16:00 – 22:00 |
| Venue |
Kunstraum Walcheturm
Kanonengasse 20 CH-8004 Zürich |
| Genre | Video Lounge |
| Teilnehmende | |
| Beschreibung | Eröffnung: Freier Eintritt HINWEISE ZUR BARRIEREFREIHEIT |
| Programm | Video Lounge «Rethreading Weaves» Raz Kamaran: «My Roots in Her Echoes» (2024) Niga Salam – Kuration – – – Kurator*in Niga Salam versammelt in der Video Lounge Stimmen von Künstlerinnen aus kurdischen Gebieten, die sich mit der Entwicklung weiblicher Identität auseinandersetzen. Eine Suche nach der eigenen Positionen zwischen den Polen von moderner Gesellschaft, Konflikten und dem Bewahren eines kulturellen Erbes, das immer wieder starken Bedrohungen ausgesetzt ist. Es geht um die eigene Stimme. Um die Wege, die sie findet, um sich zu behaupten und um das Echo vergangener Generationen, in dem sie widerhallt. |
| Programm | GEDANKEN DER KURATORIN ZUR AUSSTELLUNG Der gemeinsame thematische Nenner von «Rethreading Weaves» ist der Faden als Material. Dieser Schwerpunkt speist sich aus meinen eigenen Erfahrungen mit dem Material und mit Handarbeitstechniken. Die Fäden stehen für eine Linie, die mich mit meiner Mutter und meine Mutter mit ihrer Mutter verbindet. Fäden und Schnüre werden seit langem von Frauen eingesetzt, um Dinge zu reparieren und auszubessern. Dinge, die übersehen werden. Gelegentlich beschleicht mich der Eindruck, dass Frauen in der Kunst und Kunstwerke, die das Frausein thematisieren, in der gleichen Rolle wie diese Fäden wahrgenommen werden. Als wären sie da für die Dinge, die man «in Angriff nehmen» muss. In meiner Kultur war Wiederverwertung von Materialien eine Praxis, die von Frauen gepflegt wurde. Bei meiner Grossmutter gab es nie Abfall. Alles fand in alltäglichen Dingen neue Verwendung. Die Verbindung zum Frausein ergab sich in der Auswahl der Werke für diese Ausstellung intuitiv. Sie alle verwenden Fäden auf unterschiedliche Weise als Gesten. Mit der Auswahl von Werken kurdischer Frauen möchte ich Kunst sichtbar machen, die ich als stark und zugleich übersehen empfinde. Ich will dem Publikum neue Dimensionen eröffnen, um Debatten über Kunst mit unterschiedlichen Hintergründen anzustossen, die sich zu neuen Ideen und Dialogen entwickeln können. Dieser Austausch kommt bei SONIC MATTER durch meine Rolle als Gastkuratorin besonders zum Tragen und ich finde es wichtig, diese Gelegenheit zu ergreifen, meine Perspektive einzubringen. Die ausgewählten Werke arbeiten mit Klang, kommen aber sichtlich von anderen Medien wie Animation, Tanz und Performance. Das ist mir wichtig zu erwähnen, weil ich bei der Zusammenstellung der Werke damit experimentiert habe, ihre verschiedenen Medien in einem Raum verschmelzen zu lassen. Es soll schwierig sein, die Medien voneinander abzugrenzen. Man soll die Kunst erleben können, wie sie ist, sie in ihrer Tiefe erforschen können, jenseits der Annahmen, die wir mit einem bestimmten Medium verbinden. Künstlerinnen mit unterschiedlichen Ansätzen sind hier durch die Verwendung von Klang als Element ihrer Arbeit miteinander verbunden. Und sie alle setzen Wiederverwertung als Technik ein: Raz Karaman macht einen Remake ihrer eigenen Aufnahmen; Niga Salam fühlt sich in das Konzept eines abwesenden Kunstwerks ein, das sich dem Thema «Erneuerung gegen Auslöschung» widmet; und Sarina Panahideh verwendet Tücher anderer Frauen als Requisiten für ihren Parforce-Tanz. Sie alle widersetzen sich dem Narrativ, das ihnen als Frauen zugeschrieben wird, und deuten es um. Dabei geht es nicht so sehr um Narrative, die von Männern oder Autoritäten vorgegeben werden, sondern vielmehr um menschliche Narrative. Das macht die persönliche Ebene dieser Werke aus. Jedes von ihnen ist ein intimes Zeugnis der Widerstandshandlungen ihrer Künstlerinnen. Niga Salam ÜBER DIE WERKE |
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| Photo Credit | Sarina Panahideh |
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